22.07.2019 |

"Wenn mir das jemand vor drei Jahren gesagt hätte..."

Mein Tag ...mit Youngster Shinta Appelkamp

Seit knapp einer Woche befindet sich die Fortuna im österreichischen Maria Alm am Hochkönig. Ein Trainingslager fordert allen Beteiligten, ob Teammanager und Betreuer, Ärzten und Physios, Trainern und Spielern, eine Menge ab. In der Rubrik „Mein Tag“ schreiben verschiedene Fortunen Tagebuch und geben ihre Eindrücke und Erlebnisse wieder. Über den sechsten Tag im Trainingslager berichtet Youngster Shinta Appelkamp.

„Morgens brauche ich immer ein wenig, um wach zu werden. Deshalb stehe ich schon um 7:15 Uhr auf. Ich frühstücke immer ausgiebig und bin nicht selten der Letzte, der noch im Essenssaal sitzt. Dann geht’s ins Behandlungszimmer der Physios und ich lasse meinen Zeh abtapen, an dem ich mich vor rund zwei Wochen verletzt habe.

Auf dem Trainingsplatz lag der Fokus vor allem auf dem Spiel über die Außenbahnen, dabei sowohl die Offensiv- als auch die Defensivarbeit. Da haben unsere Fans auf beide Bereiche bezogen richtig gute Aktionen gesehen. Das war auch durch den Applaus von der Tribüne spürbar.

Nach einer kurzen Dusche habe ich beim Mittagessen ordentlich zugeschlagen, damit der Speicher wieder aufgefüllt wird. In der etwas längeren Mittagspause schreibe ich ein wenig mit der Familie und den Freunden bei Whatsapp, gucke eine Folge von ‚Haus des Geldes‘ und schlafe ein bisschen. So eine Stunde versuche ich immer, die Augen zuzumachen.

Dann steht aber auch schon wieder das nächste Training an. Ich radele schon immer ein wenig früher zum Trainingsplatz, weil ich vor dem Beginn noch mit der Black Roll arbeite. Die erste richtige Übung der zweiten Einheit hat für eine Menge Spaß gesorgt. Wir haben in Teams den Ball in eine Tonne befördern müssen, der Ball durfte aber über eine gewisse Strecke nicht den Boden berühren. Es ist schon auch wichtig, dass es auf dem Platz zwischendurch was zu lachen gibt. Das war bei der Übung definitiv der Fall. Nachdem wir dann nochmal eine Spielform mit Fokus auf das Außenbahnspiel absolviert haben, standen wieder einige Läufe auf dem Programm. Auch das gehört dazu.

Insgesamt ist es für mich ein tolles Erlebnis, in den beiden Trainingslagern der Profis dabei sein zu dürfen. Wenn mir jemand das vor drei, vier Jahren gesagt hätte, hätte ich das nicht für möglich gehalten. Die Jungs haben mich richtig gut aufgenommen. Aber natürlich gehört sich das auch, als junger Spieler Materialien zu tragen. Ich achte darauf, dann immer als einer der Ersten loszulaufen.

Nach dem Abendessen quatsche ich mit meinem Zimmerpartner Michel Stöcker, spiele auf dem Handy herum und gucke noch eine weitere Folge der Serie. Um allerspätestens 23:00 Uhr fallen mir dann aber auch die Augen zu.“