04.10.2019 |

"Die Mannschaft wird zurückkommen"

MIXED ZONE: Die Stimmen zur Niederlage bei Hertha BSC

Vor dem Spiel hatte Fortunas Cheftrainer Friedhelm Funkel über das breite Grinsen von Dodi Lukebakio gesprochen. Tatsächlich hatte der ehemalige Düsseldorf nach dem 3:1-Sieg seiner Hertha gut lachen. Auf der anderen Seite standen enttäuschte Fortunen, die das Spiel wie folgt kommentierten.

Friedhelm Funkel, Cheftrainer: „Wir haben zu viele Fehler gemacht und waren im Zweikampfverhalten nicht so gut, als hätten wir hier zu Null spielen können. Wir sind wieder in Führung gegangen. Dann haben wir durch Nachlässigkeiten noch vor der Pause zwei Gegentreffer kassiert. In der Länderspielpause müssen wir daran arbeiten. Die Mannschaft wird zurückkommen. Ich bin überzeugt davon, dass wir in der Winterpause dort stehen, wo wir uns sehen wollen.“

Ante Covic, Cheftrainer Hertha BSC: „Wir hatten 60 Prozent Ballbesitz und sind 118 Kilometer gelaufen. Damit kann ich als Trainer nur zufrieden sein. Ich freue mich für die gesamte Mannschaft, dass wir uns für eine sehr gute Leistung belohnen konnten. Aber auch für die gesamte Geschäftsstelle, die nun mit einem Sieg ins Wochenende gehen kann. Wir haben alle drei Tore richtig schön herausgespielt. So langsam kommen wir dahin, dass wir auch mit viel Ballbesitz Torgefahr ausstrahlen.“

Rouwen Hennings: „Wir haben uns hier von Anfang an die Butter vom Brot nehmen lassen und uns zu wenige Chancen erarbeitet, um etwas mitnehmen zu können. Dass wir in den letzten Wochen oft in Führung gegangen sind und trotzdem verloren haben, sieht doof aus. Aber in den letzten Spielen hatten wir immerhin die Möglichkeiten, die Partien zu gewinnen oder zumindest einen Punkt mitzunehmen. Heute war es eine glückliche Führung. Auch im zweiten Durchgang haben wir zu wenig nach vorne gemacht.“

Oliver Fink: „Auch wenn wir im ersten Durchgang in Führung gegangen sind, hatten wir es nicht verdient, damit in die Pause zu gehen. Dass wir aber noch zwei Gegentore schlucken, ist sehr ärgerlich. In der zweiten Halbzeit bekommen wir dann in einer eigenen Ballbesitzphase einen Konter zum 1:3. Dann wurde es sehr schwierig. Grundsätzlich muss man sagen, dass Mannschaften wie wir, die spielerisch häufig unterlegen sind, in den Zweikämpfen da sein müssen. Das waren wir heute nicht.“

Lutz Pfannenstiel, Sportvorstand: „Das Ergebnis ist natürlich unbefriedigend. Wir haben schlecht verteidigt und viel zu viel zugelassen. Auch nach vorne haben wir zu wenig kreiert. Bis auf die zahlreichen Elfmeterszenen hatten wir wenige Abschlüsse. Mit einer Zweikampfquote von unter 40 Prozent kann man in Berlin nicht gewinnen. Das müssen wir dringend verbessern, weil es sonst sehr schwierig wird, in der Bundesliga zu bestehen. Wir müssen in der Länderspielpause hart arbeiten, um die Abläufe zu verbessern.“